Phänomen und Grundlagen
Interpersonale Gewalt: die Definition des Safe Sport Codes
Die vier Formen interpersonaler Gewalt nach dem Safe Sport Code benennen, voneinander unterscheiden und an Beispielen aus dem Sportbetrieb zuordnen können.
Zahlen und Studienlage
Die wichtigsten Zahlen zu Gewalt im Sport und zur Kriminalstatistik benennen, die drei Datenarten auseinanderhalten und begründen können, welche Aussage eine Zahl trägt und welche nicht.
Körperliche Gewalt im Sportkontext
Körperliche Gewalt nach dem Safe Sport Code erkennen, von sportartimmanentem Körperkontakt und legitimer Belastung abgrenzen und typische Erscheinungsformen im Trainingsbetrieb benennen können.
Seelische Gewalt
Seelische Gewalt nach dem Safe Sport Code in ihren Erscheinungsformen erkennen, von legitimer Kritik und Leistungsanforderung abgrenzen und die Einordnung von Diskriminierung erklären können.
Sexualisierte Gewalt mit und ohne Körperkontakt
Sexualisierte Gewalt nach dem Safe Sport Code in ihren Erscheinungsformen einordnen, sportspezifische Konstellationen erkennen und von sportlich veranlasstem Körperkontakt abgrenzen können.
Vernachlässigung
Vernachlässigung als Unterlassungsform erkennen, typische Situationen im Trainingsbetrieb benennen und die Rolle der Fürsorgepflicht erklären können.
Digitale Begehungsformen
Erklären können, dass digitale Formen keine eigene Gewaltkategorie sind, sondern Begehungsweisen innerhalb der vier Formen, und typische Konstellationen im Sport erkennen.
Die Stufenfolge von der Grenzverletzung bis zur Straftat (Kontinuum)
Vorfälle auf der Stufenfolge zwischen unbeabsichtigter Grenzverletzung und Straftat einordnen und die jeweils angemessene Reaktion ableiten können.
Die Perspektive Betroffener
Erklären können, warum Betroffene häufig spät, unvollständig oder gar nicht über Erlebtes sprechen, und daraus Folgerungen für das eigene Verhalten ableiten.
Strategien übergriffiger Personen und begünstigende Strukturen
Typische Muster der Anbahnung und der Absicherung gegenüber dem Umfeld erkennen, begünstigende Strukturen im eigenen Verein benennen und daraus Schutzmaßnahmen ableiten können.
Gewalt unter Kindern und Jugendlichen
Grenzüberschreitungen unter Gleichaltrigen von normalen Konflikten unterscheiden, die eigene Handlungspflicht als Aufsichtsperson erkennen und angemessen reagieren können.
Besondere Vulnerabilitäten
Erkennen, welche Konstellationen das Risiko erhöhen, Gewalt zu erfahren und sie nicht melden zu können, und daraus Schutzmaßnahmen ableiten, ohne betroffene Personen zu stigmatisieren.
Macht und Abhängigkeit als Querschnittsdynamik
Erkennen, dass Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse die gemeinsame Grundlage aller Gewaltformen im Sport bilden, und die eigenen Machtquellen benennen können.
Gewalt durch Eltern, Zuschauende und sonstige Dritte
Erkennen, dass Gewalt auch von nicht regelgebundenen Personen ausgeht, die Grenzen der Verbandsstrafgewalt benennen und die stattdessen verfügbaren Mittel anwenden können.