Intervention
Signale wahrnehmen und einordnen
Mögliche Anzeichen im Trainingsbetrieb wahrnehmen, sie von eigener Deutung trennen und wissen, was mit einer unklaren Wahrnehmung zu tun ist.
Die ersten Schritte bei einem Verdacht
Bei Beobachtung, Vermutung oder Mitteilung die richtigen ersten Schritte in der richtigen Reihenfolge gehen und die verbotenen Handlungen sicher benennen können.
Gespräche mit Betroffenen führen
Ein Gespräch nach einer Offenbarung betroffenensensibel führen, die Grenzen der eigenen Rolle einhalten und mit der Bitte um Verschwiegenheit angemessen umgehen.
Meldewege aktivieren: intern und extern
Die internen und externen Meldewege benennen, im konkreten Fall den zutreffenden Weg wählen und wissen, was nach einer Meldung geschieht.
Vorläufige Maßnahmen
Zweck, Grenzen und Ausgestaltung vorläufiger Maßnahmen kennen und erklären können, warum sie keine Vorwegnahme der Entscheidung sind.
Vertraulichkeit, Datenschutz und Informationsweitergabe
Beurteilen können, wer im Verdachtsfall welche Informationen erhalten darf, wie zu dokumentieren ist und welche Grenzen der Datenschutz setzt.
Umgang mit beschuldigten Personen und Rehabilitation
Die Rechte beschuldigter Personen im Verdachtsfall wahren, Fürsorgepflichten erkennen und die Anforderungen an eine Rehabilitation benennen können.
Krisenkommunikation
Im Verdachts- und Krisenfall intern und extern angemessen kommunizieren, den Schutz der Beteiligten wahren und typische Kommunikationsfehler vermeiden.
Fallmanagement, Dokumentation und Selbstfürsorge
Einen Fall über die Zeit strukturiert begleiten, Zuständigkeiten und Fristen im Blick behalten und die eigene Belastung erkennen und begrenzen.
Verbandsinterne und unabhängige Untersuchungen
Das Untersuchungsverfahren nach dem Safe Sport Code als verbindliche Verfahrensstufe einordnen, die Varianten der Durchführung — Untersuchungsteam, Beauftragung Externer, Übertragung — unterscheiden und die Standards für Auftrag, Methodik, Betroffenenschutz und Untersuchungsbericht anwenden können.
Intervention bei Gewalt unter Kindern und Jugendlichen
Bei Übergriffen unter Gleichaltrigen angemessen reagieren, beide Seiten im Blick behalten und entscheiden können, wann über die pädagogische Reaktion hinaus zu melden ist.